Verein des Monats November bescherte ein Fest für die Seele
Saarbrücker Zeitung, 29.12.2006
"Gemeinsam singen ist ein Fest für die Seele", so lautet das Motto der Hallelujah-Singers, die jetzt von den Stadtwerken Saarlouis als "Verein des Monats" ausgezeichnet wurden.
Saarlouis/Beaumarais. Das Besprechungszimmer der Stadtwerke Saarlouis platzte aus allen Nähten: Die Hallelujah-Singers der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul Beaumarais, die als "Verein des Monats November" ausgezeichnet wurden, waren mit 27 ihrer 48 Mitglieder zur Scheckübergabe erschienen.
"Sie setzen in den von ihnen gestalteten Familiengottesdiensten auf moderne Musik, die für Jung und Alt zu einem Erlebnis wird, und führen so auch Menschen, die sich von der Kirche distanziert haben, wieder an Gott heran", würdigte Ralf Levacher, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke, das Engagement des Chores. Gerade diese Zielsetzung habe den Ausschlag gegeben, die Hallelujah-Singers auszuzeichnen. Der Chor sagte spontan zu, die Abschlussveranstaltung mit der Wahl zum "Verein des Jahres" im November 2007 mitzugestalten. Die Hallelujah-Singers waren 2001 aus dem Familiengottesdienstkreis heraus entstanden. Zu Ostern war ein Musical aufgeführt worden.
Live-Musiker kamen dazu
"Die Resonanz war so positiv, dass für uns sehr schnell feststand weiterzumachen", erzählt die Vorsitzende Gabi Tröster-Belzer. Nachdem die Begleitmusik zunächst noch aus der Konserve kam, gesellten sich schon bald Pianist Gilbert Elteste sowie die Gitarristen Gerrit Müller und Anette Steuper-Blech hinzu. Mittlerweile komplettieren mehrere Percussionisten die kleine Band, die den Chor begleitet.
Das Repertoire umfasst meist dreistimmige Lieder, in denen sowohl Erwachsene als auch Kinder die Soloparts übernehmen. Dem Chor gehören zurzeit zwölf Kinder, fünf Teenager, 20 Frauen und elf Männer zwischen sieben und 60 Jahren an.
Schwerpunkt ist die Gestaltung von Familiengottesdiensten. Hinzu kommen Weihnachts- und Advent-Specials, Firm- und Kommunionsgottesdienste sowie Hochzeiten. "Darüber hinaus gibt es Groß-Projekte, die den Chor ganz besonders zusammenschweißen", berichtet Tröster-Belzer. So wurde 2004 das Musical "Hoffnungsland" aufgeführt, in diesem Jahr stand "Noch einmal Kapernaum" auf dem Programm.
Volles Haus
Das bescherte dem Chor zwei Mal ein ausverkauftes Haus. Ebenfalls 2004 gab es ein gemeinsames Konzert mit dem Künstler Clemens Bittlinger.
"Über die Auftritte hinaus verbringen wir auch sonst viel Zeit miteinander, treffen uns zu Grillfesten oder Weihnachtsfeiern und bringen bei Geburtstagen ein Ständchen", erzählt die Vorsitzende. "Neue Sänger sind jederzeit herzlich willkommen." Der Chor probt freitags um 18 Uhr im Jugendheim Beaumarais.
Herzerfrischend und peppig
Die Halleluja-Singers aus Beaumarais sind eine einzigartige Truppe. Ihre Konzerte leben vom Glauben, von Begeisterung und von den Familie der Mitglieder. Und singen können sie auch noch.
Beaumarais: Sie singen große Projekte ohne künstlerischen Leiter, sie haben noch nicht einmal einen Dirigenten, entscheiden im Team und heißen auch noch Halleluja-Singers. Und ein volles Haus bei ihren Auftritten, das haben sie auch.
Ein Ausnahme-Ensemble in jeder Hinsicht, die Halleluja-Singers aus Beaumarais. Herzerfrischend ein Treffen mit Frauen, die das Ensemble ebenso vertreten wie ihre eigenen Familien: Gabi Belzer (mit einer Tochter im Ensemble), Karin Mock (mit Mann und zwei Söhnen), Monika Müller (Sohn, Tochter, Schwiegersohn, Enkelkind), Brigitte Fontaine (Mann, Tochter), Bärbel Bannweg (mit Mann), Elfie Stein (Mann und zwei Töchter), Bärbel Lutz (mit Mann, Tochter und Sohn). Das macht schon die Hälfte der 45 "Hallelujas" aus.
Bis 2001 war das nur die katholische Pfarrgruppe, die Familiengottesdienste und Kinderbibelnachmittage gestaltete (was sie bis heute tut). 2001 führte die Gruppe ein Ostermusical auf. "Seitdem sind wir einfach da", erzählt Belzer. Karin Mock: "Jeder wollte danach singen. Und die Zuhörer wollten mehr hören." Also ging es weiter. Ehemänner kamen dazu. Brigitte Fontaine schlug "Halleluja-Singers" als Namen vor. Er soll signalisieren, so Belzer: "Kirchenmusik muss nicht langweilig sein. Sie kann auch peppig sein. Und so kommen auch viele Zuhörer, die sonst nicht in eine Kirche gehen würden."
"Hoffnungsland" rund um die Gestalt des Moses war ein Großprojekt des Chores. Jetzt ist es "Noch einmal Kapernaum". Geschrieben vom Direktor des Evangeliums-Rundfunks, Jürgen Werth, komponiert von Hans Werner Scharnowski.
Viele Proben, Musical-Besuche und Workshops mit dem Komponisten. Und weil Stamm-Pianist Gilbert Elteste wegen Krankheit ausfällt, springt im Konzert Komponist Scharnowski selber ein. Eine Art Klassentreffen.
"Noch einmal Kapernaum": Einige Jünger Jesu treffen sich ein paar Jahre später bei einer Art Klassentreffen wieder. Weißt du noch - die gesungene und gesprochene Erinnerung an die Begegnungen mit Jesus bilden die Geschichte des Musicals. Kapernaum ist das Fischerdorf am See Genezaret, aus dem die ersten Apostel stammen. Die Halleluja-Singers fügten dem Original einen Kinderchor hinzu, der Szenen erläutert. Belzer: "Damit auch weniger Bibelfeste den Faden nicht verlieren." Denn die "Hallelujas" wollen ja nicht nur Musik machen, sondern im spirituellen Sinn auch eines sein: herzerfrischend.
SZ vom 03.11.2006
Beaumarais. Zwischen Pop und Gospel präsentieren die Halleluja-Singers aus Beaumarais am Wochenende das Musical "Noch einmal Kapernaum" in der katholischen Pfarrkirche in Beaumarais. Kapernaum (oder Kapharnaum) ist der Fischerort am See Genezareth, in dem Jesus die ersten Apostel berief. Soweit die Bibel - die Story für das Musical hat Jürgen Werth, Chef des Evangeliums-Rundfunk Deutschland dazugeschrieben: eine Art Klassentreffen Jahre nach Jesu Tod. Schlichte Fischer und gerissene Zolleinnehmer. Militante Römerfeinde und friedliche Philosophen lassen ihre Berufung noch einmal Revue passieren. Sie sind so unterschiedlich, wie Menschen nur sein können. Zusammengerufen durch Jesus.
Komponist Hans-Werner Scharnowski kommt sogar selbst nach Beaumarais und begleitet die 45 "Hallelujas" auf dem Klavier. Und für dieses eine Mal hat das Ensemble eine Gast-Dirigentin, Sandra Schilling.
Gastmusiker sind Hermann Elteste (Bass) und Susanne Sternagel (Geige). Anette Steuper-Blech spielt Gitarre, und Gerrit Müller (E-Gitarre). we
Konzert am Samstag, 4., und am Sonntag, 5. November, 19 Uhr, Pfarrkirche Beaumarais. Eintritt neun/Kinder fünf Euro. Vorverkauf: Quelle-Shop und Pfarrbüro, beide in der Hauptstraße. Parkmöglichkeiten auch hinter der Kirche und hinter der Sparkasse.
Bittlinger ist Begeisterung
„Ich bin die Tür", unterbrochen von meditativen Texten, vorgetragen einzelnen Halleluja - Singers. Lang: „Fast wie ein Gottesdienst war es, Verkündigung der froh machenden Botschaft auf eher ungewohnte Art und Weise." Nach l00 Minuten: nicht enden wollender Beifall für Bittlinger und seine beiden Mitstreiter am Klavier und am Schlagzeug, für die Kinder, Männer und Frauen des Familienchores aus Beaumarais. red
Kirche besetzt wie zu Weihnachten
Die Pfarrkirche ist sonst nur an Weihnachten so voll - und jetzt waren es gleich zwei Tage. Die Halleluja-Singers begeisterten das Publikum in der Pfarrkirche St. Peter und Paul von Beaumarais.
Beaumarais. Tiefe Stille herrschte in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Saarlouis Beaumarais, als nach den einleitenden Sätzen des Erzählers (Diakon Reinhold Lang) die Mitglieder der „Halleluja-Singers" in ihren phantasievollen selbst genähten Gewändern die Bühne betraten und mit dem Lied „Durch die Wüste" das Musical „Hoffnungsland" einleiteten. Durch den Mittelgang kamen Moses, die Kinder und die Solistinnen dazu.
In acht Szenen wird der Auszug der Israeliten aus Ägypten, ihre 40-jährige Wüstenwanderung bis zum Erreichen des Gelobten Landes erzählt. Eindrucksvoll agierte Mose (Christian Fontaine), der sich von Szene zu Szene steigerte. Chor- und Sologesänge wechselten sich ab, um die Ereignisse von damals in Erinnerung zu rufen.
Für die Choreographie, die besonders beim Tanz um das goldene Kalb das Publikum beeindruckte, zeichnete Vera Merz verantwortlich.
Hervorzuheben sind auch die Leistungen der jugendlichen Solistinnen (Ines Fontaine, Angela Lutz und Katharina Müller) und der Männer der Halleluja-Singers, eine heute eher seltene Bereitschaft, an Aktivitäten des
Familiengottesdienstkreises und der Halleluja-Singers teilzunehmen.
Die großen und die kleinen Zuhörer in der an beiden Aufführungs-Tagen voll besetzten Kirche - was man sonst in aller Regel nur an Heiligabend erleben kann - waren von der Musik, der Darstellung und von den Lichteffekten gefesselt und, wie eine Zuschauerin nach der Aufführung sagte: „Die Darstellung hat mich persönlich berührt". Die Begeisterung zeigte sich in den langanhaltenden Beifallsstürmen und stehenden Ovationen auch für die Musiker Gilbert Elteste (Klavier), Hermann Elteste (Bassgitarre), Siggi Latz (Schlagzeug), Gerit Müller (E-Gitarre) und Anette Steuper-Blech (Gitarre), und erst nach zwei Zugaben wurden die erschöpften aber überglücklichen Halleluja-Singers vom Publikum in Beaumarais entlassen.
Neue Singspiele
Das „Herz" der Halleluja-Singers ist zugleich die Sprecherin des Leitungsteams: Gabi Belzer. Sie deutete nach der Aufführung voller Stolz an, dass sie Ausschau halten werde nach neuen Singspielen. red
"Gemeinsam singen ist ein Fest für die Seele"
Von RENATE IFFLAND
50 Akteure, das sind unter anderem Christian Fontaine als Moses, Diakon Reinhold Lang als Erzähler, Rudolf Lutz und Willi Mock als Gegenspieler und Jan Belzer als Pharao. Und die Solisten Monika Blechschmidt, Brigitte und Ines Fontaine, Gabi Göbel, Edith Jacob, Angela und Rudolf Lutz und Katharina Müller. Auch eine ganze Menge Kinder sind mit von der Partie - schließlich sind die Halleluja-Singers ein richtiger Familienchor. Und damit es den Kindern nicht langweilig wird, probt Ulla Lang - ihres Zeichens erfahrene Grundschul-Lehrerin - mit ihnen extra. "Das macht ihnen unheimlich viel Spaß, und mir auch!", sagt sie und lacht.Viel Spaß haben auch die anderen Mitwirkenden: Von den Chorsängern über die Choreografin bis hin zu den Technikern und der Band, die das Musical mitgestaltet. "Ein recht engagierter Haufen", resümiert Ulla Lang mit einem Augenzwinkern. So engagiert, dass einige aus der Gruppe sich sogar dazu bereit erklärt haben, selbst Kostüme für das Musical zu entwerfen und zu schneidern. "Wir machen das alles einfach aus Spaß an der Freude." Das machen die Halleluja-Singers schon lange. Entstanden ist die Gruppe im Jahr 2001 aus dem Familiengottesdienst-Kreis der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul Beaumarais heraus. Sie wurde nach und nach zum festen Bestandteil des Gemeindelebens und kann mittlerweile auf eine ganze Reihe Konzerte zurückblicken. Einen Dirigenten gibt es nicht. Die Sänger sind eine große Familie - und es ist auch kein Zufall, dass bei den Halleluja-Singers ganze Familien ihr Gesangstalent ausleben. Dennoch: Es gibt Familien-Oberhäupter: Da ist einmal der Mann am Klavier, Gilbert Elteste, ohne den die Sängerinnen und Sänger musikalisch sicher nicht so schnell vorangekommen wären. Und dann ist da auch noch Gabi Belzer - "die Mutter des Ganzen", wie Ulla Lang sagt. Sie ist das Herz der Halleluja-Singers - und das braucht dieser Familienchor ganz besonders. Denn die Gruppe strebt keinen Perfektionismus an, wie Diakon Reinhold Lang erklärt: "Die Freude am gemeinsamen Singen sowie das Gestalten schöner Familiengottesdienste und Projekte in unserer Pfarrgemeinde sind unsere Motivation." Und so lautet denn auch das Motto des Chors ganz folgerichtig: "Gemeinsam singen ist ein Fest für die Seele". So soll denn auch der beschwerliche Weg des Moses mit den Israeliten durch die Wüste ein Fest für die Seele werden - zumindest musikalisch gesehen.
Musical "Hoffnungsland". Texte: Jürgen Werth. Musik: Johannes Nitsch und Hans-Werner Scharnowski. Das Konzert der Halleluja-Singers am Samstag, 20. März, ist bereits ausverkauft. Deshalb veranstalten sie am Sonntag, 21. März - ebenfalls um 19.30 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul in Beaumarais - eine weitere Aufführung. Eintritt: Erwachsene sechs Euro, Kinder vier Euro. Die Halleluja-Singers proben einmal in der Woche und zwar freitags ab 18 Uhr im Pfarrheim Beaumarais.
Beaumaraiser Chor tritt am 29. September mit modernen Kirchenliedern und Gospels auf
Gesungen werden meist dreistimmige Lieder; die Solistenparts sind mit Erwachsenen und Kindern besetzt. Damit es auch so richtig rund klingt, wenn moderne Kirchenlieder oder Gospels zum Vortrag gelangen, dafür sorgt das Musiker-Ensemble mit Klavier, Akustik-Gitarre, E-Gitarre und Keyboard. Der Mann am Klavier, das ist Gilbert Elteste, die musikalische Seele des Chores, denn einen ausgesprochenen richtigen Chorleiter gibt es in dieser Sängerschar nicht. Ohne das ausgereifte Können des Mannes am Klavier, seine grenzenlose Geduld und sein Engagement hätte der Chor nicht den heutigen Leistungsstand erreicht. Und all dies leistet Gilbert Elteste für "Gotteslohn". Übrigens, die Leitung des Chores mit Liedauswahl, Terminplanung und sonstigen Obliegenheiten hat das Familiengottesdienstkreis-Team der Pfarrei. Der Chor kann- in der relativ kurzen Zeit seines Bestehens schon auf eine beachtliche Zahl von Auftritten verweisen: Da gab es letzten Herbst eine Kantate in den Kirchen von Beaumarais und Picard; im Dezember wurde in der eigenen Pfarrkirche ein Adventsgottesdienst mit dem Musical "Freude, Freude", und zu Ostern dieses Jahres erfolgte die musikalische Gestaltung eines Familiengottesdienstes. Ende August fand man sich zu einem Chor-Wochenende ein. Schwerpunkt der Arbeit: das aktuelle Projekt "Lobt Gott in allen Dur- und Molltonarten!" Dies ist das Thema des Wortgottesdienstes, Sonntag, 29. September, 17 Uhr, Pfarrkirche Sankt Peter und Paul Beaumarais.